• Wolle & Gack Startseite »


  • Stadtführung Übersicht »
  • Rathaus »
  • Dom »
  • Bürgerbrunnen »
  • Hegertor »
  • Haus der Jugend »
  • Museumsquartier »
  • Heger Tor



    Das Heger Tor


    Wenn ihr auf dem Heger Tor steht: könnt ihr euch vorstellen, dass da, wo heute der Wall ist und die Lotter Straße abzweigt, früher - bis 1870 - Wasser war? Daher stammt auch der Brückenbogen aus dem 17.Jahrhundert, der beim Museumsquartier zu sehen ist. Und durch diesen ist auch erkennbar, wo früher der Wassergraben lang ging. Deshalb spazieren Wolle und Gack auch mit ihren Badesachen über die Lotter Straße. Aber zum Baden kommen sie wohl etwas zu spät.

    Das Heger Tor gehörte früher zu der Stadtmauer und lag auf der Höhe des „Akzisehauses“ auf der anderen Straßenseite. Der Eingang des alten Heger Tores war viel kleiner und ziemlich schief, damit niemand gerade hindurch schießen konnte. Eine Stadtmauer sollte schließlich dem Schutz der Stadt dienen.Durch das Heger Tor trieben die Bürger das Vieh aus der Stadt in die „Heger Laischaft“ auf die Weiden. Denn die Tiere wurde in den Höfen in der Stadt gehalten. Die Marienstrasse hieß früher „Schweinestrasse“. Im Mittelalter muss es auf den Strassen fürchterlich gestunken haben, weil der meiste Unrat einfach vor der Haustür landete. Das führte zu vielen Krankheiten. Die Wasserqualität war sehr schlecht, da sich Brunnen- und Abwasser oft vermischten. Zum Bierbrauen wurde das gute Wasser vom Westerberg benutzt. Deshalb bekamen sogar Kinder lieber Bier zu trinken! Allerdings war es nicht so stark wie das heutige Bier.

    Das, was wir als Heger Tor kennen, ist eigentlich das Waterloo-Tor, das 2 Jahre nach der Waterlooschlacht zur Zeit Napoleons 1817 zu Ehren der Osnabrücker Kämpfer gebaut wurde, um sie als Sieger gegen die Franzosen zu ehren. Die vermutlich wenigen Heimkehrer sollten bei ihrer Rückkehr durch das Tor gehen und gefeiert werden. Der Bau wurde von einem reichen Bürger, Gerhard Friedrich von Gülich, gestiftet und sollte dem „Titus“- Triumphbogen in Rom ähneln. Wolle und Gack würden auch gerne mal so bejubelt werden!



    Wenn du über die stark befahrene Straße schaust,
    kannst du die nächste Station schon sehen:
    das Museumsquartier mit dem Nussbaummuseum. Also los zur Ampel und weiter geht’s!